Verbotene Waffen – Nun-Chakus

Das Waffengesetz enthält eine lange Auflistung von verbotenen Waffen mit erheblichen Strafvorschriften. Wir werden hier in loser Folge einige dieser Waffen vorstellen.

Wer beispielsweise einen Nun-Chaku erwirbt, besitzt, überlässt, führt, verbringt, mitnimmt, herstellt, bearbeitet, instand setzt oder damit Handel treibt, muß mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe rechnen, § 52 III Nr. 1 WaffG.

Bei diesen Würgehölzern kommt es nicht darauf an, aus welchem Material sie beschaffen sind. Das Bundeskriminalamt hat mit Feststellungsbescheid v. 05.02.20004 auch Soft-Nunchakus dem Verbot unterstellt. Wer so ein Erinnerungsstück noch über der Tür hängen hat, dem stehen u.U. Probleme ins Haus.

Verboten sind aber nicht nur Nunchakus, sondern:

1.3.8 Gegenstände, die nach ihrer Beschaffenheit und Handhabung dazu bestimmt sind, durch Drosseln die Gesundheit zu schädigen (z. B. Nun-Chakus);

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Waffengesetz und fragen Sie Ihren Anwalt oder Abgeordneten.

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7 Antworten auf Verbotene Waffen – Nun-Chakus

  1. Miraculix sagt:

    „Gegenstände, die nach ihrer Beschaffenheit und Handhabung dazu bestimmt sind, durch Drosseln die Gesundheit zu schädigen “
    Also auch eine Wäscheleine?

  2. Ich sagt:

    @Miraculix: wohl kaum, da die Widmung des Herstellers eine andere ist („dazu bestimmt sind“).
    Wenn die „Wäscheleine“ allerdings z.B. nur 30 cm lang und durch den Endbenutzer an beiden Enden mit praktischen Griffen versehen ist, sieht das anders aus (denn dann wird aus einer einfachen Wäscheleine durch Umbau und damit verbundener Umwidmung etwas, das in Fachkreisen als „Garotte“ bezeichnet wird).

  3. Miraculix sagt:

    Oder jemand macht den speziellen Knoten dran…

  4. Uwe Römmer sagt:

    Seit wann waren diese zum Drosseln (Amseln) gedacht? Reine Interpretation unserer Volksvertreter. Es ist eine handliche Hiebwaffe, deren Wirkung durch die Fliehkraft verstärkt wird. Es bestand überhaupt kein durch Anlass bezogener Handlungsbedarf. Dieses und andere gleichgelagerte Verbote (Vorderschaft-Repetierflinten usw.) dienten lediglich zur Einschläferung der Wähler. Beile, Äxte und Macheten sind weitaus gefährlicher, aber nicht verboten. Teleskop-Schlagstöcke aus Stahl sind frei erwerbbar. Sind sie weniger gefährlich als eine Nun-chaku?
    Und es wird uns weiterhin alles als Strategie zur Bekämpfung des Terrorismus verkauft. Trotz dieser ganzen waffenrechtlichen Verbote ist die innere Sicherheit nicht besser geworden!

  5. Miraculix sagt:

    Die Sicherheit wird auch nicht besser wenn man den friedliebenden Bürgern alles mögliche verbietet. Dazu müsste man schon mal das Hirn einschalten.
    Aber selber Denken ist ja nicht mehr in 😉

  6. Christian Gentner sagt:

    Zum Töpfern gibt es einen sogenannten Tonschneidedraht. Ein etwa 50 cm langer Draht (alternativ auch Nylonschnur) mit Griffen an beiden Enden. Natürlich nicht dem Würgen gewidmet, aber wie unterscheidet man das?

  7. Miraculix sagt:

    Einfach den Schriftzug „Garotte“ auf den Griffen anbringen
    und dann mit Filzstift durchstreichen.

    Sorry, nicht ganz Ernst gemeint
    (nicht daß jemand damit auf die Nase fällt)

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