Du sollst keine Messer führen!

Auf vielfachen Wunsch einer jungen Dame noch einmal eine kleine Zusammenfassung zum Thema Messer und Verbote:

  1. Welche Messer sind generell streng verboten?
    • Butterflymesser, das sind Faltmesser mit zweigeteilten, schwenkbaren Griffen, [1]
    • Faustmesser, das sind Messer mit einem quer zur feststehenden oder feststellbaren Klinge verlaufenden Griff, die bestimmungsgemäß in der geschlossenen Faust geführt oder eingesetzt werden, [2]
    • Fallmesser, das sind Messer, deren Klingen beim Lösen einer Sperrvorrichtung durch ihre Schwerkraft oder durch eine Schleuderbewegung aus dem Griff hervorschnellen und selbsttätig oder beim Loslassen der Sperrvorrichtung festgestellt werden,
    • Springmesser, das sind Messer, deren Klingen auf Knopf- oder Hebeldruck hervorschnellen und hierdurch oder beim Loslassen der Sperrvorrichtung festgestellt werden können;
      • Hiervon ausgenommen sind Springmesser, wenn die Klinge seitlich aus dem Griff herausspringt und der aus dem Griff herausragende Teil der Klinge höchstens 8,5 cm lang ist und nicht zweiseitig geschliffen ist.

  2. Welche Messer darf man nur zu Hause begucken, aber unterwegs nicht so ohne weiteres mitnehmen?
    • Es ist verboten, Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen! [3]
    • Im Sinne des Waffengesetzes führt eine Waffe, wer die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräume, des eigenen befriedeten Besitztums oder einer Schießstätte ausübt.[4]
    • Dieses Verbot gilt nicht, sofern für das Führen der Messer ein berechtigtes Interesse vorliegt.[5]
    • Ein berechtigtes Interesse liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Messer im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient. [6]

Damit ist zugleich erklärt, ob man ein Rettungsmesser im Auto dabei haben (führen) darf! Erfüllt das Rettungsmesser die Kriterien oben unter 1. ist es ohne wenn und aber streng verboten. Erfüllt es die Kriterien oben unter 2., darf man es zwar besitzen, aber nicht im Auto mitnehmen. Zu Einzelheiten und Ausnahmen schauen Sie bitte auf den besonderen Beitrag: Rettungsmesser

Wir reden hier nicht von Peanuts!

Wer beispielsweise zu Hause ein Butterflymesser besitzt oder eines der anderen oben unter 1. aufgeführten verbotenen Messer, muß mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe rechnen.

Warum? Fragen Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker, sondern Ihren Abgeordneten!

  1. [1] wo sind sie nur hin, die ungezählten Butterflymesser, die in jedem südeuropäischen Souvenirladen verkauft wurden und werden?
  2. [2] es gibt Ausnahmen für Kürschner und Jäger
  3. [3] § 42a Abs. 1 Nr. 3 WaffG
  4. [4] Anlage 1, Abschnitt 2 Nr. 4 WaffG
  5. [5] § 42a Abs. 2 Nr. 3 WaffG
  6. [6] Spielen Sie lieber Lotto, anstatt es darauf anzulegen, ob der Richter das so sieht wie Sie :-)
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133 Antworten auf Du sollst keine Messer führen!

  1. Heinz sagt:

    Hallo Kalle-
    Naja, 103 Euro sind im Gegensatz zu meiner Strafzahlung doch noch sehr milde, ich durfte wie schon erwähnt knapp 700€ dahin blättern! Möglich das es von Bundesland zu Bundesland verschieden ausfällt, kann mir das aber nicht wirklich vorstellen, da dieses Gesetz ja bundesweit gilt. Oder wird das gar an der Art des Messer abgewägt? Habe da insgesamt gesehen keine Ahnung von.

  2. Stefan sagt:

    Hallo Erich, m.E. machst Du ein paar entscheidende Fehler:

    Zitat: „Einfach (sehr simpel) ausgedrückt – alles, was nicht im WaffG als Waffe bezeichnet wird und wovon kein Feststellungsbescheid besteht ist keine Waffe.
    Beispiel Einhandmesser – wenn man sie mit einer Hand verriegeln kann, dann Führungsverbot aber keine Waffe.“

    Das ist ganz falsch. Jedes Messer, zu dem das WaffG Beschränkungen ausspricht, ist eine Waffe, denn das WaffG beschränkt überhaupt nur Waffen.

    „Wenn man sie mit einer Hand öffnen kann aber sie verriegeln nicht , dann keine Waffe und auch kein Verbot des Führens.“

    Auch das stimmt nicht. Ein taktisches Messer (Kampfmesser) ist ein Messer, das aufgrund seiner Bestimmung und Eigenschaften zum Herabsetzen[…] geeignet ist. Also Stichwaffe. Es ist an vielen Orten legal zu führen, aber es ist Waffe und daher definitiv nicht unter 18 zu kaufen und auch nicht bei Demos, öff. Veranstaltungen etc. zu führen. Für ein Messer, das nicht Waffe ist und dessen eigentlicher Zweck nicht dier Körperverletzung oder die Sachbeschädigung ist, gikt das nicht — ein Opinel oder ein reines Brotzeit-Taschenmesser ist nicht altersbeschränkt und streng genommen auf Demos erlaubt.

    Beispiel Sanrenmu 9054 – Legal und dasrf geführt werden!

  3. Stefan sagt:

    Nachtrag (leider zu früh abgeschickt):

    Bitte die hier fetten Wörter dazudenken, ich wollte sagen: das WaffG beschränkt überhaupt nur SOLCHE MESSER, DIE Waffen SIND.

    Statt „Es ist legal zu führen, aber es ist Waffe…“ muss es heißen: „Wenn es nicht einhändig verriegelt oder feststehend und zu lang ist, ist es legal zu führen, aber es ist trotzdem weiter eine Waffe…“

    Der letzte Satz („Beispiel Sanrenmu…“) ist ebenfalls ein Zitat und dazu lautet meine Anmerkung: das ist genau ein Beispiel für ein Messer, das man §42a legal ist, aber Waffe und daher altersbeschränkt und führungsbeschränkt (Versammlungen, Aufzüge etc.). Mit Aufzüge sind übrigens Menschenumzüge, nicht Fahrstühle gemeint.

  4. kalle sagt:

    hallo

    Betrifft:Sanrenmu 9054 was jetzt.??

    Darf Ich das jetzt jederzeit und an jedem Ort in der Hosentasche tragen oder nicht.

    gruss kalle

  5. Stefan sagt:

    Jederzeit und an jedem Ort sowieso schonmal nicht, das gilt schonmal nur für den öffentlichen Raum, nicht für Raum Dritter. Denk doch bitte einmal an Busse, Bahn und Flugzeuge. Die Regelungen der Busse und Bahnen varrieren, dürften aber mehrheitlich wohl generell alle Messer ausschließem , die Lufthansa erlaubt überhaupt keine scharfen Gegenstände, auch wenn das Messer keine Waffe ist; http://www.lufthansa.com/de/de/Handgepaeck
    Die Museen, Konzerthäuser, Diskotheken usw. verbieten es auch i.d.R., also geh davon aus, dass immer, wenn Du ein fremdes Haus oder Grudnstück betrittst, das Mitführen eines Messers verboten sein *kann*. Nennt sich Hausrecht!

    Das WaffG befasst sich wie gesagt mit Messern, die Waffen sind, und verbietet diese dann zusätzlich unter bestimmten Umständen. Also z.B. Menschen unter 18 und bei Versammlungen: § 42 Verbot des Führens von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen: „Wer an öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, darf keine Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2 führen.“

    Da sind eben auch legale Waffen, also Messer mit Waffeneigenschaft gemeint. Bei Versammlungen, Demos etc. greift da Versammlungsgesetz und sagt in § 2 VersG:
    „[…](3) Niemand darf bei öffentlichen Versammlungen oder Aufzügen Waffen oder sonstige Gegenstände, die ihrer Art nach zur Verletzung von Personen oder zur Beschädigung von Sachen geeignet und bestimmt sind, mit sich führen, ohne dazu behördlich ermächtigt zu sein. Ebenso ist es verboten, ohne behördliche Ermächtigung Waffen oder die in Satz 1 genannten Gegenstände auf dem Weg zu öffentlichen Versammlungen oder Aufzügen mit sich zu führen, zu derartigen Veranstaltungen hinzuschaffen oder sie zur Verwendung bei derartigen Veranstaltungen bereitzuhalten oder zu verteilen. “

    Da ein Pilzmesser oder ein Multitool-Taschenmesser weder Waffe ist, noch ein sonstiger Gegenstand, der zur Körperverletzung oder zur Sachbeschädigung BESTIMMT ist, dürfen die mit (theoretisch, weg sind die oft trotzdem bei Kontrolle), ein Sanrenmu 9054 hingegen solltest Du bei einer Demo oder sogar schon auf dem Weg zu dieser (erkennbar an Deinem Transparent oder sonstwas) nicht dabei haben.

  6. Erich sagt:

    An Stefen und seinen seltsamen Vermutungen und Behauptungen ohne quzelle:
    WaffVwV (wenn dir das was sagt) vom 05.März 2013

    Punkt 42a 2.:“..Auch größere feststehende Messer haben an Deliktsrelevanz gewon en. Da derartige Messer jedoch auch nützliche Gebrauchsmesser sein können, wird von ihrer pauschalen Einordnung als Waffe in Anlage 1 des WaffG abgesehen…“

    Was für den Wissenden bedeutet – Messer über 12cm fürfen nicht geführt werden nach §42a, sind aber KEINE WAFFEN.

    Eine Machete ist doch keine Waffe, sondern ein Werkzeug – oder behauptest du das etwa entgegen den gelten den Gesetzen?

    Auf den anderen Unsinn, dass man ein Messer, das eine Waffe ist, „an vielen Orten legal führen darf“ gehe ich nicht weiter ein, das ist einfach nur falsch und bedarf keine weiteren Erklärung. Waffe = Ab 18 Jahren, führen verboten – Punkt!!

    Wo stehen soll, dass Einhandmesser, die nicht verriegeln Waffen sind, kannst du dann auch nicht zeigen..

    Du machst einen entscheidenden Fehler – Alles was im WaffG nicht verboten ist, das ist erlaubt! – Und deshalb steht auch im §42a, dass einhändig FESTSTELLBARE Messer nicht geführt werden dürfen (Wenn da stehen würde „einhändig zu öffnende Messer“ dann würde das für die verriegelnden und die nicht verriegelnden gelten!)

    Also – Bitte eine ordentliche Quelle oder lass den Unsinn mit der Verallgemeinerung, nur weil du das nicht kapiert hast…

    Und erklär das mit der Machete, warum die keine Waffe ist – oder für dich allein eine Waffe…

    noch ein Tip:
    Wenn du den Unterschied zwischen „öffentlichen Raum“ und „öffentliche Veranstaltung “ nicht kennst, dann schreib besser nichts…

    Wenn du hier suggerieren möchtest, dass Weltweit keine Messer mit an Bord genommen werden dürfen und nicht die neuen Richtlinien ( EU-Verordnung 185/2010) oder TSA Richtlinien )gelten, die natürlich von einzelnen Fluglinien verschärft werden können, dann frage ich mich, warum du tdas tust und hier Unwahrheiten verbreitest?

    Bei der Swiss Air beislpielsweise darf man selbstverständlich gem. der international geltenden Vorschriften Messer bis 6cm mit dem Handgepäck mit an Bord nehmen –
    Was schreibst du für falsche Sachen?
    https://www.swiss.com/ch/DE/vorbereiten/gepaeck/handgepaeck
    Auszug – Im Handgepäck nicht erlaubt sind:…Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 6 cm..

    Noch was zum Nachdenken – Wer entscheidet, was eine Waffe ist und was nicht, wie lautet da der richtige Paragraph dazu? Weist du den? – du bist es schon mal nicht, soviel vorab..

    Noch was zum Leatherman – wenn so ein Muntitool ein einhändig feststellbares Messer hat, dann darf es natürlich nicht geführt werden – auch da kannst du keine quelle bringen, die das angeblich erlaubt, aber ich eine, in der das expliziet angesprochen wird und sogar von der Gewerkschaft der Polizei seinen Mitgliedern richtig vermittelt wird – Es ist NICHT erlaubt: – 3. Seite unten links….
    http://www.dtsdv.de/Verband/Downloads/Newsletter/WaffengesetzPolizeispiegel.pdf
    Was behauptetst du hier für Unsinn, das ist ja nicht auszuhalten..

    Dann wollen wir mal deine Quelle sehen, dass eine Machete eine Waffe ist und dann zeig ich dir meine (vom Staat herausgebene Quelle) in der steht „keine Waffe“!

  7. Erich sagt:

    hallo

    Betrifft:Sanrenmu 9054 was jetzt.??

    Darf Ich das jetzt jederzeit und an jedem Ort in der Hosentasche tragen oder nicht.

    gruss kalle

    Natürlich, das ist ein Werkzeug, also warum nicht – ich als Legalwaffenbesitzer trage meist genau das Modell rechts hinten an meinem Gürtel ganz offen.. und nicht in der hosentasche versteckt.

    Wird ja auch weit und breit so kundgetan, nur manche haben den unterschied zwischen Werkzeug und Waffe nicht verstanden..

    Zur Waffe wird ein Messer /Werkzeug erst dann, wenn es amtlich festgestellt worden ist von der einzigen Stelle in Deutschland, die das machen kann…

    Wärs ne Waffe, dann wäre das Führen verboten, egal was hie einer für Ausnahmen erfindet…

  8. kalle sagt:

    hallo

    Ich habe mir Extra das Sanrenmu 9054 Gekauft und gegen das Optinel getauscht,und habe es in der Linken hinteren Hosentasche.Wie zu vor eigendlich jedes Messer,das Ich bisher hatte.Weil Ich da vor ausgegangen bin,das es nicht unter das Führverbot fällt.

    Jetzt Liest man aber auf einmal diese Grundregeln bzw Vorschriften/Gesetz,das würde heißen Ich kann es nicht im Bus bei mir haben,muss es im Krankenhaus Besuch auch zu Hause lassen.Darf in keine Menschenansammlung geraten,also darf Ich einen Straßenmusik nicht mehr zu Hören wenn da 10-15 Menschen zusammen stehen.

    Gilt das auch beim Aldi oder Penny usw,und was ist wenn man in einer Schlange an der Kasse steht ?

    Ich behalt mein Messer weiterhin in der Hosentasche,und lasse es drauf an kommen.
    Ausser beim nächsten Gerichts Besuch lasse Ich es zu Hause,wegen dem Metall Detektor.Da musste Ich zuletzt sogar das Messer mit 5,5cm Klinge vom Schlüsselbund abgeben.War ein Lindner Nr.340407 Messer.

    gruss kalle

  9. Erich sagt:

    „..Jetzt Liest man aber auf einmal diese Grundregeln bzw Vorschriften/Gesetz..“

    Wo liest du das?
    Das WaffG schreibt im §42
    „..§ 42 Verbot des Führens von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen
    (1) Wer an öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, darf keine Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2 führen…

    Das ist nicht „Öffentlichkeit“, das ist „öffentliche Veranstaltung“ – und betrifft „Waffen“, nicht Werkzeuge.

    Und Messer sind nun erst mal „Werkzeuge“ und zwar solange, bis etwas anderes festgestellt wird – je mehr „Waffeneigenschaften“ ein Messer natürlich hat, desto eher wird es irgendwann als Waffe eingestuft – ist es aber nicht schon per se, sondern erst nach Einstufung durch die dafür zuständige Stelle – Das BKA. Das allein stellt das fest!

    Beispiel KaBar TDI – Konnte man monatelang frei kaufen und damit herumlaufen – aber dann wurde durch das BKA festgestellt dass es sich um eine Waffe, sogar eine „verbotene“ Waffe handelt und ab da (und erst ab da (Juli2012) musste man das entsorgen oder abgeben..

    So wurde damals damit umgegangen – einfach ab „JETZT“ nicht mehr erlaubt:
    http://cms.haller-stahlwaren.de/aktuelles/newsdetails-archiv/article//ka-bar-tdi-v.html

  10. Stefan sagt:

    Oh Erich, an welcher Stelle im WaffG steht denn bitte, dass jedes Messer, das Waffe ist, nicht geführt werden darf? Ein Kampfmesser ist nach WaffG §1 (2) 2a eine Waffe!

    „§1 (2) Waffen sind
    […]
    2.
    tragbare Gegenstände,
    a)
    die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen;“

    Kannst Du auch nochmal hier unter Punkt 3 („Wann stellt ein Messer eine (erlaubte) Waffe dar?“) nachlesen.

    http://www.it-recht-kanzlei.de/verkauf-messer-internet.html#abschnitt_14

    Fazit: ein Dolch unter 12cm ist legal, jeder Kampfmesser-Folder mit Slipjoint auch, aber das sind ihrem Wesen nach Waffen und keine Werkzeuge und dürfen nicht zur Demo, aber sehr wohl (wie ich sagte) an vielen beim Spazierengehen getragen werden!

    Öffentlicher Raum: lies die Definition, das ist die Abgrenzung zum privaten Raum. Nur für den öff. Raum kann gelten, dass „erlaubt ist, was das WaffG nicht verbietet“, denn im privaten Raum gibt es ein Hausrecht des Besitzers! Und nur weil einige Airlines es zulassen, gilt das nicht für alle, siehe Lufthansa, alle scharfen Gegenstände, Taschenmesser (ohne Einschränkung der Art oder Länge) sind extra als Beispiel genannt!

    Ich habe nicht öff. Raum und öff Veranstaltung vertauscht oder vermischt, nur im öff Raum gilt das von Dir beanspruchte Recht, Dein legales Messer oder Deine legale Waffe zu führen, Punkt. Die öffentliche Veranstaltung, auf der jede Waffe (also auch die legalen Kampfmesser) verboten ist, ist ein ganz anderes Thema von mir gewesen. Das Versammlungsgesetz verbietet das ganze dann auch für Demos, Umzüge etc. die im WaffG in dieser Form nicht genannt sind.

    Du hast nicht einen Fehler in meinem Post aufgezeigt, ihn nur nicht verstanden und auch nicht, dass die Einstufung eines taktischen Messers inzwischen praktisch immer „Waffe“ lautet. Nein, Erich, die müssen nicht jedes Messer aufzählen, die schriftliche Bestätigung für einen Einzelfall ist teuer. Die o.a. Beschreibung in WaffG §1 (2) 2a ist gar nicht anders zu interpretieren, das Karambit ansonsten legaler Bauart war ein Präzendenzfall für alle Messer, die primär zum Kampf dienen, lies einfach die Begründung in der Feststellung!

  11. Stefan sagt:

    Die Verwaltungsvorschrift ist übrigens auch eindeutig. Das große Feldmesser oder die Machete sind nicht „als Waffe in Anlage 1 des WaffG“ klassifiziert, dort stehen (wie Du sicher weißt) das Fallmesser, das Butterfly-Messer,… *diesen* Status verbotener Gegenstände sollten solche großen Gebrauchsmesser und Sliplock-Folder nicht bekommen, es wird darauf verwiesen, dass die Absätze 2 und 3 von 42a (2) die Trageausnahmen regeln, die Machete darf also nicht generell wie ein legales Messer geführt werden (das ist durch Ihre Länge ausgeschlossen) , sondern verschlossen transportiert oder BEI BERECHTIGTEM INTERESSE geführt werden, das ist aber eben nicht der Fall, wenn Du in der Stadt angetroffen wirst und behauptest, Du willst gleich noch ein wenig in den Wald, Dich durch’s Unterholz kämpfen. Bei anerkanntem Interesse wäre ja übrigens auch ein Einhandmesser führbar, nur bekommt das heutzutage praktisch niemand mehr bestätigt. Übrigens darf man ein Messer, für das man z.B. bei der Berufsausführung berechtigtes Interesse bestätigt bekäme, nicht zum Einkaufen oder Picknick mitnehmen. „Ich muss beruflich immer Kartons aufschneiden“.. „Ja, aber Sie stehen hier in der Schlange vor der Eisdiele…“.

    Ich habe allerdings in der Tat den Fehler gemacht, zu behaupten, dass das Waffengesetz nur Waffen regelementiert (das behauptet es zumindest eingangs), aber die Machete ist z.B. ein Messer, das keine Waffeneigenschaft hat und trotzdem wegen der Länge reglementiert ist. Ihr Führen ist nur in der genannten Ausnahme (berechtigtes Interesse) erlaubt, das bestätigt ja noch einmal die Verwaltungsvorschrift:

    Die Machete ist aber (siehe Dein Zitat) absichtlich nicht in Anlage 1 in der Liste bei den verbotenen Butterly- und anderen Messern genannt. Diese erklärt aber tragbare Gegenstände im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b — also Gegenstände, die NICHT zur Herabsetzung… gedacht sind. Darunter fällt eine Machete, aber kein Kampfmesser, das vom Hersteller primär als solches beworben wird (teilweise mit Hinweisen, dass der Griff auch blutig nicht rutscht), denn dann ist es schon nach Buchstabe a (der keinen Anhang hat und braucht) eines dieser tragbaren Gegenstände, „die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen“. Willst Du das leugnen?

    Übrigens nimmt der Gesetzgeber jeden Trend auf. Die Verwaltungsvorschrift erklärt, dass Einhandmesser bei den Kiddies die Rolle der Butterflymesser übernommen haben, daher sind sie jetzt auch für Vernündftige verboten. Wenn jetzt die Kiddies nach Deiner Anleitung taktische Sliplock-Folder „überall hin mitnehmen“, dann sind das die nächsten. Macht mit dem Sanrenmu 9054, was Ihr wollt, die nächste Verschärfung des WaffG wird nicht lange auf sich warten lassen, wenn die Messerstechereien jetzt dahin umschwenken.

  12. Erich sagt:

    Das ist keine Quelle, das ist eine persönliche Seite – Ich bleibe dabei, du schreibst Unsinn, weil du keine amtliche Stelle angeben kannst.

    Lies dir den Fall KaBar TDI nach – da merkst du deinen Fehler von wegen „muss nicht extra festgestellt sein“ – Doch muss es, und solange ist es keine Waffe!

    Weiter gehe ich auf deinen Unsinn gar nich mehr ein, zumindest kannst du nicht mehr aus zuzugeben, dass es im WaffG nicht nur um Waffen geht..

    und irgendwann kapierst du dann auch, dass ein Messer, das 12,1 cm lang ist (feststehend) keine Waffe deshalb wird, sondern nur nicht geführt werden darf..

  13. Erich sagt:

    „..Macht mit dem Sanrenmu 9054, was Ihr wollt, die nächste Verschärfung des WaffG wird nicht lange auf sich warten lassen, wenn die Messerstechereien jetzt dahin umschwenken…“

    Bedeutet, du gibst zu, dass das sanrenmu 9054 keine Waffe ist?

    Und damit also ganz normal in der Öffentlichkeit geführt werden darf?
    Mehr wollte ich nicht hören – Unnötige Zeilen von dir, auch das eine Machete keine waffe, sondern ein Werkzeug ist, obwohl sie doch im WaffG erfasst ist, hast du nun kapiert!

    Wenn du nun noch kapierst, dass du in der Öffentlichkeit keine Waffen führen darfst (als Beispiel einen Dolch, egal wie lange) dann hast du es ja doch langsam verstanden?
    Lies einfach den Unsinn von dir nochmal in Ruhe durch und frag am besten den Blogbetreiber Herrn Jade, ob er das entfernt, das würde einiges einfacher machen…

    du dast die Leute mit edeinem Unsinn nun genug scheu gemacht! – allein die Behauptung, man dürfe nicht mit einem Taschenmesser in ein Kaufhaus oder eine Behörde gehen – geht’s noch? aausnahme Gerichte)

    Wenn ich eine neue Waffe bei meiner Behörde anmelde, dann habe Ich auch immer mein Messer am Gürtelclip (Sanrenmu 9054 ode 9055 oder 9051) und da hat noch nie einer was gesagt – wenn einer was sagen würde, dann würde ich es im Auto lassen, aber einfach so pauschal behaupten wie du das tust, dass man es gar nicht dabeihaben darf?

  14. Stefan sagt:

    Ich hoffe, jemand spendiert die Kohle für einen Feststellungsbescheid — bis dahin gehe ich davon aus, dass ein explizites Kampfmesser vor Gericht nicht als Werkzeug gilt. Denk an Karambit und Tanto-Klingenform. Die Auslegung von §1 wird immer genau der Praxis und der Werbung folgen und wenn bestimmte Messer von bestimmten Herstellern nur deshalb so entworfen und auch dewegen benutzt werden, weil sie zur Selbstverteidigung (=Herabsetzen der Angriffsfähigkeit von Menschen) oder zum Angriff besonders geeignet sind, sind sie nach §1 Waffen. Was macht sie denn Deiner Meinung nach rechtssicher zur Nicht-Waffe? Die Nicht-Feststellbarkeit? Die ist völlig unerheblich für die Eignung und Zweckbestimmung zum Verletzen/Töten. Die feststellbaren Einhandmesser wurden ja nicht verboten, weil sie besonders gefährlich sind, sondern weil sie „von gewaltbereiten Jugendlichen“ zuhauf für ihre Delikte verwendet wurden. Die taktischen Einhandmesser hätte man schon über §1 erfasst sehen können, hat aber alle Einhandmesser speziell nennen wollen, damit es keine Ausnahmen gibt. Es ist m.E. nur eine Frage der Zeit, bis klargestellt wird, dass Combatmesser laut Definition in §1 WaffG natürlich Waffen sind, unabhängig von einer Klingenverriegelung. Und wohin Du gehen darfst, bestimmt nicht das WaffG allein, denn Du darfst *kein* Messer in (vermutlich alle) Schulen mitnehmen, siehe die vielen Hausordnungen online, ebenso streng genommen nicht in die Bahn (da geht es nämlich nur um die EIGNUNG eines Gegenstands, Personen zu verletzen oder Inventar zu beschädigen), da würde ich nie offen zur Schau stellen. Und beim nächsten Besuch in der Shopping Mall darfst Du auch ‚mal in die dortige Hausordnung schauen. Das ist Privatbesitz mit Sonderregeln, die können auch Jojos verbieten, wenn sie wollen.

  15. Erich sagt:

    Und schon wieder „Unsinn“
    Lies doch mal BITTE!! nach im WaffG, wer das beauftragt, wenn etwas nicht geklärt ist..
    Und bias dahin hör auf, hier Unsinn zu schreiben und Sachen zu behaupten, für die du keine Nachweise bringen kannst.
    Ich warte immer noch darauf zu sehen wo steht, dass ein Messer mit feststehender Klinge von 12,5cm ein Waffe ist – denn das beahauptest du!
    Im waffG steht eigentlich nur, dass man nur bis 12 12 führen darf, aber für dich bedeutet „darüber“ ja automatisch WAFFE…

  16. Stefan sagt:

    Einen Feststellungsbeschaid kann ein Händler beauftragen oder auch der Besitzer eines Gegenstands, kostet eben nur. Wenn Du weiter oben schaust, dann siehst Du, dass ich mich dahingehend korrigiert habe, dass das WaffG zwar eingangs behauptet, es reguliere nur den Umgang mit Waffen, später aber auch diesen gleichgestellte (gefährliche) Gegenstände reguliert. Wie Du siehst, widerspricht es sich selbst. Es wird auch darin oft von „Waffe“ geredet, wenn ausschließlich Schusswaffe gemeint ist. Für mich bedeutet nicht „über 12cm = Waffe“, sondern „Kampfmesser = Waffe“. Das Gesetz ist da eindeutig. Was Auslegungssache und geduldete Ausnahme ist, versuchen Verwaltungsvorschriften und andere Anwendungsempfehlungen und Verfahrensanweisungen zu regulieren. Dass es dabei zu haarsträubenden Widersprüchen, Rechtsunsicherheiten und Fehlentscheidungen kommt, ist doch jedem klar, außerdem ist kein Gesetzestext jemals und schon gar nicht für immer Fehler- und widerspruchsfrei. Sollte per Feststellungsbescheid festgestellt werden, dass ein Sanrenmu 9054 (oder ein anderes Kampfmesser, das nicht feststellbar ist) nicht unter das Führungsverbot der in $42a und Anhang 1 WaffG benannten Gegenstände fällt, aber trotzdem nach §1 eine Waffe ist, würde es genau den von mir genannten (und vermuteten) Beschränkungen des WaffG und des VersG folgen: Führungsverbot bei öff. Veranstaltungen etc., Führungsverbot bei Versamlungen etc.

    Dass neben Bauart (Klingenform, Schliff, Parierelement, „Blutrinne“) auch die Bewerbung und Marktpositionierung eines Messers als Combatmesser, als Utility Knife, als Suvivalmesser, Self-Defense-Lösung, Tool etc. jeweils andere Auswirkung auf die Auslegung der Paragraphen, Verordnungen und Anweisungen hat, dürfte klar sein. Gesetze sind nie perfekt und nie fertig, es ist alles im Fluss und ich denke nicht, dass es zielführend für uns vernünftige Messerbesitzer ist, den Trend zu unterstützen, einige §42a-legale Folder als Kampfmesser, als ideale Selbstverteidigungsmesser, als Combatversion zu hypen — genau das sind die Eigenschaften, die ihm Waffeneigenschaften geben. Der Gesetzgeber will nicht, dass wir mit Messern herumlaufen, die für das Kämpfen und töten optimiert sind. Er hat kein Interesse daran, dass bestimmte, wirksame Gegenstände in großer Zahl geführt werden. Er wird das immer schnell regulieren.

  17. Stefan sagt:

    Zitat für Dich, Dein UNSINN — steht aber so in WaffG §2: „Bestehen Zweifel darüber, ob ein Gegenstand von diesem Gesetz erfasst wird oder wie er nach Maßgabe der Begriffsbestimmungen in Anlage 1 Abschnitt 1 und 3 und der Anlage 2 einzustufen ist, so entscheidet auf Antrag die zuständige Behörde. Antragsberechtigt sind
    1.
    Hersteller, Importeure, Erwerber oder Besitzer des Gegenstandes, soweit sie ein berechtigtes Interesse an der Entscheidung nach Satz 1 glaubhaft machen können,
    […]“

  18. RA Jede sagt:

    Ich weise darauf hin, daß dies ein Blog und kein Internetforum ist.

    Die Kommentarfunktion dient dazu, zum Beitrag Stellung zu beziehen. Ein Großteil der „Kommentare“ hier hat keinen Bezug zum Beitrag.

  19. Luca sagt:

    Hallo alle zusammen. Ich habe vor ein Butterfly Messer zu kaufen für den einfachen Zweck die Tricks und Handlings zu lernen. Wenn ich mir das bestellen würde und es nur eine Klingenlänge von 10 centimetern hat ist mir das erlaubt zu kaufen und zuhause aufzubewahren oder nicht?

  20. Erich sagt:

    Es gibt welche als Spielzeug-Schlüsselanhänger, das wars dann aber auch.

    Das was du willst, auch „nur“ mit 10 cm ist verboten. (Klingenlänge spielt da keine Rolle)
    Also schon der Besitz ist eine Straftat. Deshalb kannst du so etwas auch hier in Deutschland nicht kaufen, weil sich auch der Händler strafbar machen würde.

    Also klares NEIN!

  21. Patrick Lassan sagt:

    „ Jedes Messer, zu dem das WaffG Beschränkungen ausspricht, ist eine Waffe, denn das WaffG beschränkt überhaupt nur Waffen. “

    Das trifft zwar grundsätzlich zu, aber eben nicht bei den Messern, die dem Führungsverbot nach § 42a WaffG unterliegen. Der Gesetzgeber hat hier tatsächlich das Führen von Werkzeugen verboten, das ergibt sich eindeutig aus der Begründung für die Einführung von § 42a sowie daraus, dass der Besitz der in § 42a genannten Messer keiner Altersbeschränkung unterliegt. Auch Minderjährige dürfen feststelbbare Einhandmesser und feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm besitzen, sofern diese keine Merkmale aufweisen, die für eine Einstufung als Waffe sprechen.

  22. kalle sagt:

    hallo

    Ich Lese das ja alles sehr Aufmerksam mit,und möchte mal kurz wiedergeben was mir der Beamte beim Ordnungsamt erzählt hat.Den so habe Ich das verstanden Beurteilt letzlich der Beamte das Messer und Spricht die Strafe wohl nach Lust und Laune aus was zbs die Höhe der Strafe ist.

    So als Ich meine 2 Sichergestellen Springmesser (klinge 8,5 und 6,5cm) beim Amt abholen konnte,zeigte Ich Ihm mein Neues Herbertz Nr 235212.Mit der Aussage/Frage das darf Ich jetzt immer bei mir Tragen.Darauf hin nahm er das Messer in die Hand und schaffte es nach dem 3 Versucht,das Messer mit Einer Hand zu öffnen.
    Und Sagte wenn das Messer bei mir hier Landet gibt es eine Strafe,ohne wenn und aber egal was im Internet steht.

    Den zuerst schätzt die Polizei ein ist es Verboten Ja oder Nein,dann die Ordnungmacht bzw Amt.Und was bringt da ein Einstpruch bei einem 20Euro Messer,das Ich nicht schaffe es mit 1 Hand zu öffnen.Aber der Beamte bei Ordnungsamt kann dieses sogar Vorführen.

    gruss kalle

  23. Erich sagt:

    Korrekte Aussage des Beamten – es steht nirgendwo, wie man das mit einer Hand aufmacht.. (und mit Gummihandschuhen geht das noch viel besser)

    Das für die Spassvögel die denken, „mach ich den Daumenpin weg, dann ist das legal..“ – Böse Überraschung, böses erwachen.

    Zweihändig zu öffnende Messer mit Verriegelung sind deshalb auch nichts für mich, zu hohes Risiko! – entweder „feststehend bis 12cm“ oder eben „einhändig aber nicht feststellbar“.

    Mit was anderem geh ich nicht aus dem Haus, sicher ist sicher!

    Um die paar Euro geht’s bei mit gar nicht, aber als Legaler Waffenbesitzer bist du mit zwei Verstößen gegen das WaffG deine Zuverlässigkeit los und ich will meine Kurz- und Langwaffen behalten und nicht wegen sowas eine 5-Jahres Pause machen!

  24. kalle sagt:

    hallo

    Dann hätte mir der Beamte im Ordnungsamt das Herbertz Messer Nr 235212,auch gleich abnehmen bzw Sicherstellen können ?
    Oder hat er die Befugnis garnicht oder anders Gefragt hätte Er mir das Messer nicht mehr zurück geben müssen.Was Er aber getan hat und Ich ging wieder,jetzt mit 3 Messern am Mann,die 2 Springmesser aber in einer verschlossenen Tasche mit Schloss und das besagte Klappmesser.

    gruss kalle

  25. Erich sagt:

    Das zeigt, dass dort auch Menschen sitzen – finde ich klasse von Ihm!

    Kommt du an den Falschen, hast du den nächsten Ärger am Hals.

    Und jetzt läufst du natürlich mit dem Unbehagen herum was wäre, wenn dich mal ein „Falscher“ kontrolliert…
    Deshalb meine Wahl – keine Zweihandmesser, die verriegeln oder nur solche, die man ohne Fingernagel gar nicht aufkriegt.

  26. kalle sagt:

    hallo

    Deshalb hatte Ich mir ein Opinel N08 und Aktuell das Sanrenmu 9054 gekauft.

    gruss kalle

  27. Guido sagt:

    Hallo, zusammen,
    lange Zeit habe ich immer eines meiner beiden Böker Speedlock I geführt – seitlich am Gürtel. Ein wahrlich angenehmes, zuverlässiges Werkzeug. Paket aufschneiden? In der Werkstatt? Kein Problem – immer eine Hand frei – zum Festhalten des Werkstücks etc. Einfach super.
    Hier nun eine sehr persönliche Geschichte: Interessant wurde es im Rahmen einer Reanimation, die ich vor zwei Jahren mit einem weiteren Erstelfer durchgeführt habe. Der betriebseigene AED (Automatischer Externer Defibrillator) hatte schon einmal gefeuert und als dann Notarzt und Rettungsassistenten kamen, wollten diese einen Zugang am Arm legen. Obwohl ich in einer Hand (unterstützend) einen Infusionsbeutel hielt (ich bin Laie – nur Ersthelfer!), konnte ich dem Rettungsassistenten helfen, den engen, festen Sakkoärmel des Patienten aufzuschneiden. Einhändig. Blitzschnell. Mit dem Speedlock 1 – scharf geschliffen mit einem Belgischen Schleifstein. Der Patient überlebte schließlich ohne Folgeschäden. Das macht stolz!
    Zukünftig ist das nicht mehr möglich – ich habe inzwischen die Waffensachkunde (Sportschütze) und will da nichts riskieren (Zuverlässigkeit). Ich denke, dass „Erste-Hilfe“ vor Gericht nicht als „allgemein anerkannter Zweck“ bewertet wird. Also kein Einhandmesser mehr am Mann. Keine schnelle Hilfe mehr in Fällen, in denen jede Sekunde zählt. Weil unsere Abgeordneten der Meinung sind, auch ich wäre eine potentieller Straftäter und Amokläufer? Dann stirbt halt der nächste, dem ich nicht mehr schnell genug helfen kann. Das macht betroffen…

  28. arashi sagt:

    Hallo Guido. Tolle Geschichte. Ich bin immer froh zu hören, dass auch „berufliche Laien“ erste Hilfe leisten können. Allerdings hättest Du den Ärmel auch mit einem Einhandmesser ohne Framelock oder Ähnlichem aufschneiden können. Ich habe mich als EDC für das Böker XS (ich meine sogar, der Tipp kam aus diesem Thread) entschieden. Mit dem Zeigefinger kann man die Klinge ganz gut sichern und ich muss mir keine Gedanken machen, kontrolliert zu werden.

  29. Erich sagt:

    Guido schrieb:
    Also kein Einhandmesser mehr am Mann. Keine schnelle Hilfe mehr in Fällen, in denen jede Sekunde zählt…
    Ganz ruhig, du darfst doch nur einhandmessern icht führen, die verriegeln!

    Es gibt aber noch so viele, die das nicht tun und geführt werden dürfen..
    Ich (auch Legalwaffenbesitzer, auch immer mit Blick auf die 2x Verstoss WaffG, dann Zuverlässigkeit und Waffen für 5 Jahre weg) beispielsweise trage immer eins von denen als EDC:
    Sanrenmu 9054
    https://www.youtube.com/watch?v=2dU9qenMlUg
    Sanrenmu 9051
    https://www.youtube.com/watch?v=cw66ZUFh0F8
    Sanrenmu 9055
    https://www.youtube.com/watch?v=moMHuBbWpYs

    oder etwas kleiner:
    Sanrenmu 7194
    https://www.youtube.com/watch?v=oy55FXK3E7I

    Und bei mir in allen Fahrzeugen der Familie als „Ersthelferwerkzeug“ das Sanrenmu 7053 mit gurtschneider, und Glkasbrecher:
    https://www.youtube.com/watch?v=-RI2wWAbAGM

    Du kannst also ruhig weiterhin helfen.

    Deine Geschichte vor 2 Jahren passiert – da hattest du keine Skrupel, vorher 7 Jahre lang damit rumzulaufen und nun plötzlich nicht mehr? – Das verwundert, gibt es den betreffenenden Satz im 42a doch schon seit April 2008….

  30. Andreas Schmitz sagt:

    Wir alle wissen daß das Waffengesetz in D nur dazu dient unsere selbstgekrönten Oberhäupter zu schützen . Ich habe, für den Fall eines ungebetenen Vertreterbesuches, eine 30cm lange Machete neben der Türe stehen die ich schon des öfteren präsentieren musste. Von daher……my home is my castle

  31. Andreas Schmitz sagt:

    Sorry, 130cm

  32. Alex sagt:

    Hallo was ist mit den HAMMERFELS bei Ebay?Darf man ie kaufen und mit sich führen?

  33. Erich sagt:

    Die Hammerfels bei Ebay, die ein österreichischer Verkäufer aus Deutschland verschickt hab ich mal ans BKA zwecks Überprüfung gemeldet…

    Einfach mal im Auge behalten, ob die drin bleiben oder verschwinden…

    Sind aus Edelstahl – wer glaubt da ernsthaft, das man die nicht scharf oder spitz kriegt..

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